Universität Köln

REKTORAT

Nach dem Auslauf des Forschungsprojektes an der Bergischen Gesamthochschule Wuppertal („Wuppertaler Projekt“ 1983 – 2003) erhält Karl-Heinz Korn vom Wissenschaftsministerium (Düsseldorf) 2004 Anschlussverträge mit einer Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Köln.

Er ist zuerst Mitarbeiter im Rektorat bei Prof. Dr. Wassilo Küpper, der 2005 von Prof. Dr. Axel Freimuth abgelöst wird. Karl-Heinz Korn unterstützt mit seiner Tätigkeit insbesondere die Umstellung auf die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge [vgl. Karl-Heinz Korn. Fortgeschriebene Lebensgeschichte (1997 – Januar 2019). Essay. Köln 1/2019, S. 1].

Amt für Ausländische Angelegenheiten

Ab 2006 wechselt Karl-Heinz Korn in das Amt für Ausländische Angelegenheiten. Zu seinen Tätigkeiten zählte die Beratung und Betreuung ausländischer Studierender. Zentrale Aufgabe war das Ausstellen von Studienverlaufsbescheinigungen mit Angaben zu bereits erbrachten Studienleistungen bzw. zum voraussichtlichen Studienabschluss. Zugleich waren Aufenthaltserlaubnisse und die sonstigen Auflagen zum Studium an deutschen Hochschulen zu prüfen.

Karl-Heinz Korn war in verschiedenen Hochschulgremien tätig und hatte beste Kontakte zur Kölner Ausländerbehörde, Studierendenwerk, AStA, DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst).

Für ihn selbst war die Kommunikation mit den ausländischen Studierenden eine neue Erfahrung, die sein Wirken nachhaltig beeinflusste und motivierte. „Ich hatte bis 2006 keinerlei Vorstellungen über diese Menschen. Klar: man sah dunkelhäutige Personen oder fernostasiatisch aussehende Gesichter, auch Kopftücher muslimischer Menschen. Aber Gedanken über die Gefühlswelt und das Selbstverständnis dieser Studierenden hatte ich mir nie gemacht. Es eröffnete sich ein ganzer Kosmos vor mir.“ (Korn, ebd., 1/2019, S. 2)

Sitzung des ISAC, 09.07.2018 (Foto: aus dem Privatarchiv)

Neben diesen Verwaltungsarbeiten organisierte Karl-Heinz Korn deutschlandkundliche Exkursionen vor allen nach Nord- und Ostdeutschland. Mit zunehmender Wahrnehmung der Studierenden stellte er fest, dass diese untereinander nicht gut vernetzt waren. Daraus wurde die Idee geboren, Hochschulgruppen zu bilden. Nach der Gruppenbildung des ASA (African Students Association) im Jahr 2008 konstituierten sich mit Korns Hilfe noch viele weitere Zusammenschlüsse..

Im Jahr 2012 wurde der Dachverband ISAC (International Students Association Center) gegründet, der 2014 vom Auswärtigen Amt sowie vom DAAD für die exzellente Betreuung ausländischer Studierenden ausgezeichnet wurde. Vor Korns Pensionierung entstand mit den armenischen Studierenden seine letzte neue Gruppe HAY! (Vgl. ebd., S. 3)

Gründung von Hochschulgruppen

Karl-Heinz Korn war zum Teil Initiator, Mitbegründer und Koordinator diverser regionaler und internationaler Hochschulgruppen:

  • African Students Association (ASA, 2008)
  • Georgien (Aisi)
  • Arabische Welt (ASAC)
  • Lateinamerika (AVANZA!)
  • Vereinigung bulgarischer Studierenden (Buditeli)
  • Iran (CISA)
  • Aserbaidschan (KASPI)
  • Korea (KHUK)
  • Kurdische Gebiete (KSA)
  • Zypern-Griechenland (KypELL)
  • Moldawien-Rumänien (MRG)
  • Nordamerika-Neuseeland-Australien (NANZA)
  • Russische Föderation (RuSA)
  • Südostasien (SAMBO)
  • Südasien (SASA)
  • Türkei (TUSCO)
  • Ukraine (USAC)
  • China (VCSK)
  • Zentralasien inkl. Mongolei (ZAG) 
  • Armenische Hochschulgruppe (HAY! 2018)
Universität Köln, Karl-Heinz Korn mit seinen Studierenden; Gruppenfoto anlässlich von Wahlen des ISAC (International Students Association Cologne, am 7.9.2018)
(Foto: aus dem Privatarchiv)

ApPell an Humanität – Hilfe Für Syrer und jemeniten

2012 – Karl-Heinz Korn bemühte sich für die Studierenden des sich im Bürgerkrieg befindlichen Syriens um Hilfe. Ich zitiere aus seinen Notizen:

„2012 begannen die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Syrien. Die bereits in Köln Studierenden waren verzweifelt. Finanzielle Zuwendungen der Familien entfielen, der psychische Druck führte zu Einbrüchen in den Studienleistungen. Ich war alarmiert und setzte alle Hebel in Bewegung, diesen unverschuldet in Not Geratenen zu helfen. Ich ließ mir persönlich Berichte schreiben und sprach beim DAAD, aber auch persönlich beim Außenministerium in Berlin vor. Schließlich erhielten alle in Deutschland lebenden syrischen Studenten auf begründeten Antrag ein Semester lang ein Stipendium und konnten anschließend, auch auf Antrag, BAföG-berechtigt werden. Eine Riesenhilfe. Ähnliches versuchte ich noch 2018 für die jemenitischen Studierenden zu erreichen. Ich sammelte 120 persönliche Berichte von Jemeniten bundesweit und brachte sie noch im September 2018 zum DAAD, der aber wenige Chancen sah und sieht, diesen armen Menschen zu helfen. Ich versuche, am Ball zu bleiben. Es ist eine Schande, wie die Welt vor der menschenunwürdigen Lage im Jemen die Augen verschließt.“ (Vgl. ebd., S. 2-3)

Karl-Heinz Korn erhält von dem ukrainischen Generalkonsul Vladyslav Yehorov eine Dankesurkunde für seinen Beitrag zu den guten deutsch-ukrainischen Beziehungen
(ausgestellt in Düsseldorf, am 14.12.2016)

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[Fotografie oben im Header: aus dem Privatarchiv]